Schloss Wartensee

Erbaut an einem der schönsten Aussichtspunkte über dem Sempacher See diente der Vorgängerbau als Sitz des Vogtes, der den Seeverkehr auf dem Sempachersee kontrolliert. Im Jahre 1317 erscheint ein Ulrich von Wartensee erstmals in den Akten. In diese Zeit fällt wahrscheinlich auch der Bau von Schloss Wartensee mit der Schlosskapelle. In der südöstlichen Ecke des Innenhofes träumt die St. Jost-Kapelle. Der einst vielbesuchte Wallfahrtsort ist eingegangen und das ehemalige Heiligtum ist nicht mehr geweiht. In dieser Schlosskapelle wurde früher an Mariä Himmelfahrt ein Kommunion- und Beichttag gehalten, wo auch der "Zwetschgenablass" verliehen wurde, so genannt, weil zu dieser Jahreszeit die Zwetschgen reiften. Von den Fröschen und Kröten, aus Silber und Holz, die als Motive von kranken Frauen gestiftet wurden, ist leider nichts mehr zufinden.

Im Sempacherkrieg wurde das Schloss zerstört. Am 14. September 1514 erwarb sich Junker Ratsherr Peter Zukäs von Luzern Hof und Burgstall Wartensee, und baute das zerstörte Schloss wieder auf.
Später diente das Schloss dem "Schweizer König" Pfyffer von Altishofen als Sommerresidenz.

Von 1647 - 1822 war das Schloss dann im Besitz der Schnyder von Wartensee. Der begabte Musiker und Komponist Xaver Schnyder von Wartensee verkaufte es an seine Pächterfamliie.

Seit dem 1.9.1888 ist das Schloss im Besitze der Familie Rösli. 1993 wurde das Schloss einer Totalsanierung unterzogen und erstrahlt nun im neuen Glanz. Heute dient das Schloss Wartensee vorwiegend als Ort der Ruhe, der Begegnung und der inneren Einkehr. Im Schlossgarten sind alle willkommen, die das zu schätzen wissen.

      

 

 Schloss Wartensee

 

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